D6: Werkstatt der Generationen – Montessori-Schule München

Im Rahmen des Workshops D6: Qualitätsentwicklung generationsverbindender Projekte in Schule(n) präsentierte Anke Koenemann, Schulgründerin der Integrativen Montessori Volksschule an der Balanstraße, München, eine „Werkstatt der Generationen“, die kontinuierlicher Bestandteil des Unterrichts ist.

Präsentation „Werkstatt der Generationen“

Das Miteinander steht auf dem Stundenplan

Die »Werkstatt der Generationen« (WdG) ist immanenter Bestandteil des integrativen Konzepts der Montessori-Schule an der Balanstraße München und angeschlossenem Hort. Alle Kinder nehmen einmal pro Woche an der WdG teil; es gibt einmalige Besuche, Monatsprojekte und sogar Jahresprojekte von Ehrenamtlichen. So wie hier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder Hochbegabung zusammen in den Klassen unterrichtet werden, sollen alle Kinder auch regelmäßig die Gelegenheit zum Kontakt mit älteren Menschen haben.
Denn viele Kinder wachsen heute weit entfernt von ihren eigenen Großeltern auf, gemeinsame Haushalte mit mehreren Generationen sind selten geworden. Gleichzeitig gibt es im Stadtteil, benachbarten Kirchengemeinden und Vereinen viele ältere Menschen ohne eigene Enkel, die Lust haben, ihre Kenntnisse an interessierte Kinder weiterzugeben – egal, ob das nun Fachwissen aus Handwerk, Naturwissenschaft und Technik ist oder ganz persönliche Erinnerungen an die Kindheit im Krieg oder auch den Umgang mit dem Älterwerden.
Das Miteinander von Alt und Jung wurde daher als zusätzliches »Fach« in den Stundenplan aller Klassen integriert. Im Umgang mit den Senioren sollen die Kinder ganz natürlich lernen, andere Wertsysteme zu akzeptieren, Geduld und Verständnis zu entwickeln. Die Schule will so auch zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler beitragen, ihnen eine offene und positive Haltung mit auf den Weg geben.
Zur Entwicklung der WdG gehört auch die Vernetzung mit städtischen Institutionen und Verbänden aus der Nachbarschaft. Zusätzlich gibt es eine regelmäßige Erzählwerkstatt und AGs, in denen zum Beispiel Yoga und Tanz unterrichtet werden.
In Zukunft sollen auch hochbetagte und gebrechliche Seniorinnen und Senioren in die Werkstatt der Generationen eingebunden werden; etwa indem die Kinder diese in einem Altenheim besuchen, mit ihnen gemeinsam handwerken oder singen.

Ansprechpartnerin:
Anke Könemann
Werkstatt der Generationen München
Telefon: 089 · 9 09 01 78 – 0
E-Mail: a.koenemann[ at ]montessori-muenchen.de
www.montessori-muenchen.de

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