F6: „Corporate Citizenship: Unternehmen aktiv in Schule und Gemeinwesen“

Wirtschaftsunternehmen treten durch gesellschaftliches Engagement in neuer Weise in der Öffentlichkeit in Erscheinung und bieten Bildungseinrichtungen unterschiedliche Formen einer Zusammenarbeit. Für viele Unternehmer sind meist nur die Begriffe wie Corporate Social Responsibility (CSR), Nachhaltigkeit oder Unternehmensverant-wortung neu, nicht aber das Tun.
Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen hat eine lange und vielfältige Tradition. Diese Unternehmen verstehen sich als „Corporate Citizen“, als gute Bürger die einen Beitrag leisten zur Lösung eines zentralen gesellschaftlichen Problems.

Der Workshop wurde gemeinsam von Jan Ehlers, Denkwerkstatt: JugendMentoring e.V. und Dieter Rehwinkel, Centrum für Corporate Citizenship Deutschland gestaltet. Ziel des Workshops war es den Diskussionsstand zum Thema zu bündeln, gemeinsame Anliegen von schulischen Akteuren, der Verwaltung und Unternehmen zu erkunden und mögliche Ansätze für die Weiterarbeit auf „dieser Seite“ von Corporate Citizenship zu erarbeiten.

Die Vorkenntnisse der Workshop-Teilnehmer (TLN) waren zum großen Teil erfahrungsbezogene und die Erwartungen an den Workshop dadurch breit gefächert und durch unterschiedliche Perspektiven geprägt.

Rein praktische Fragen, wie man einen guten Umgang mit Unternehmen finden oder wie man zu größerer finanzieller Unabhängigkeit gelangen könne, wurden zur Diskussion gestellt. Auch theoretische und gesellschaftspolitische Gedanken wurden thematisiert, z. B. welche Anknüpfungspunkte des CC sich im größeren gesellschaftlichen Rahmen finden lassen.

Die Frage nach den Pro- und Contra-Argumenten für/gegen das Prinzip Corporate Citizenship hatte ebenfalls einen Platz in der Runde.

Die folgenden Ideen und Gedanken wurden im Workshop gesammelt und sollen die Diskussion der Teilnehmer über den Workshop hinaus anregen:

Praktische Projekt-Umsetzung in Kooperation mit den Unternehmen
TLN: Wichtig ist das Hineinversetzen in das Unternehmen, mit dem man zusammenarbeitet. Die Frage nach dem ‚Warum’ muss gestellt werden und auch die Frage, was das Kerngeschäft des Unternehmens auszeichnet.

Praxis-Erfahrungsaustausch der Workshop-Teilnehmer aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen
TLN: Der professionelle und seriöse Umgang mit Unternehmen ist wichtig, natürlich unter Berücksichtigung eigener ethischer Ziele (nicht nach dem Motto: ‚haste mal ne Mark?’).
TLN: Netzwerke sind wichtig und sollten deshalb auch genutzt werden.
TLN: Die eigenen Ideen dem Unternehmen so vorbringen, dass man damit überzeugt, dann funktioniert die Zusammenarbeit.
TLN: Unternehmen wollen berufsrelevantes Wissen vermitteln und Orientierung auf dem Arbeitsmarkt bieten; sie wollen die Kompetenzen junger Menschen fördern, welche diese auch für berufliche Ziele verwenden können. Deshalb sollte man bedenken, dass Unternehmen Projekte auch aus eigenem strategischen Interesse unterstützen, um zukünftige Mitarbeiter vorzubilden & dann zu rekrutieren.

Zielfindung mit den Unternehmen jenseits der „Gutmenschen-CSR“
TLN: Umdenken.. & die Unternehmen mehr als Modernisierungspartner von Bürgergesellschaft & Staat sehen, mit denen man gemeinsam das Ziel des sozial gerechten Gemeinwesens hat.
Bei Kooperationen auf Folgendes achten: die eigenen Stärken der Organisation in den Vordergrund stellen; prüfen, ob die Unternehmen zum Projekt passen; Motivationen für das Unternehmen schaffen. Beiderseitige Zielerreichung führt zum Win-Win-Effekt: die Verknüpfung von Interessen der Unternehmensseite (Sponsoring/Marketing-Interessen) mit denen der Gesellschaft (Verantwortung, Glaubwürdigkeit, Vertrauen).

Mitarbeiterförderung: Anreize schaffen, sich zu engagieren
TLN: Da die Freistellung eines Mitarbeiters das Unternehmen viel Geld kostet, will & sollte das Unternehmen von der Zusammenarbeit im Rahmen von CC profitieren. Personaler sind oft begeistert von CC, brauchen dennoch auch Anleitung & Hilfestellungen seitens der CC-Organisationen für ihre Mitarbeiter.

Finanzielle Unabhängigkeit jenseits der EU erreichen
TLN: Zu dem Engagement der Unternehmen zählen die verschiedenen Formen der monitären/nicht monitären Zuwendung. Diese sind beispielsweise Geldspenden, Schulungen/Vorträge, Praktikumsplätze, Bereitstellung von Mitarbeitern oder Dienstleistungen.

Anknüpfungspunkte zwischen Bildung – Menschen – Schulen –  Ökonomie – Wirtschaft finden bzw. schaffen
TLN: Es geht um die Frage, den gegenseitigen Nutzen von Unternehmen und Gesellschaft sichtbar und nutzbar zu machen (z. B. Mentoringprojekte als ein Aktionsfeld des Corporate Citizenship).

Corporate Citizenship: Pro- und Contra-Argumente
TLN: Unternehmen sollten nicht mehr wie früher z. B. ‚Krupp’ im Ruhrgebiet (Kindergärten, Bibliotheken) die Verantwortung für die sozialen Einrichtungen übernehmen. Ist nicht modern & gehört einem anderen Zeitgeist an.
TLN: Verantwortlichkeit der Unternehmen gegenüber der Gesellschaft erwächst auch aus dem Verhalten des Unternehmens und daraus, wie es selbst als Marke gesellschaftlich angesehen sein will (Corporate Social Responsibility).

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3 Antworten zu F6: „Corporate Citizenship: Unternehmen aktiv in Schule und Gemeinwesen“

  1. Stefan schreibt:

    BETRIEBE ENGAGIEREN SICH
    Konzepte und Materialien zum Handlungsfeld Unternehmen in Schulen
    Unternehmen mit Schulen zusammenzubringen ist auch eines der Ziele des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER……

  2. Stefan schreibt:

    BETRIEBE ENGAGIEREN SICH
    Konzepte und Materialien zum Handlungsfeld Unternehmen in Schulen

    Weitere Informationen
    http://bes.jobstarter.inbas.com/htdocs_de/home/index.html

  3. Johna747 schreibt:

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